Samsungs The Sero im TestDer Hochkant-Fernseher für die Generation Smartphone

Von: Sven Stein

Hochkant gefilmte Smartphone-Videos galten früher als Riesen-Fehler. Jetzt gibt es sogar den passenden Fernseher zum Vertikalformat!

Samsung hat mit The Sero das erste TV-Ger?t auf den Markt gebracht, dessen Bildschirm sich sowohl im Handy-typischen Hochformat als auch dem Fernseher-üblichen Querformat verwenden l?sst. Schon bei seiner Pr?sentation auf der CES 2020 in Las Vegas hatte das ungew?hnliche Ger?t für viel Aufsehen gesorgt – jetzt konnte BILD es testen.

Der 4K-Bildschirm des Sero wird von einem schweren Fu? getragen, ist leicht nach hinten geneigt. Das QLED-Panel ist von einem breiten Kunststoffrahmen eingefasst. Alle notwendigen Kabel werden auf der Rückseite ins Ger?t gest?pselt, die Stecker verschwinden unter einer Kunststoffklappe.

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Im Mittelpunkt steht aber natürlich der drehbare Bildschirm. Sero ist koreanisch und bedeutet vertikal. Und so pr?sentiert sich das Ger?t auch, wenn es ausgeschaltet ist: Das 43-Zoll-Display (108 cm) steht in der vertikalen Position. Schaltete man den Sero ein, zeigt er in der Hochkant-Position (9:16-Format) ein Standbild, das der Nutzer festlegen kann.

Per Knopfdruck auf der Fernbedienung l?sst sich der Sero ins Querformat (16:9) bewegen. Mit leisem Summen dreht sich der Bildschirm dann um 90 Grad.

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Per Knopfdruck auf der Fernbedienung dreht der Sero seinen Bildschirm

Foto: Christian Lohse

Einige Apps zum Fernsehen und Videostreamen sind auf dem Sero vorinstalliert und lassen sich über eine eingeblendete Menüleiste starten. Manche Apps verlangten w?hrend der Wiedergabe zwingend das Querformat (z.B. YouTube, Apple TV). Sie stoppten die Wiedergabe, wenn man den Sero in die vertikale Position drehte. Andere Apps (z.B. ZDF, ARD) spielten ihre Inhalte weiter ab, auch wenn man den Sero drehte, und sie passten das Bild an das Hochformat an.

Klar ist aber: Wer einfach nur im klassischen Kino-Querformat Filme und Serien genie?en will, wird diesen Fernseher nicht kaufen. Wer ist also die Zielgruppe für das ungew?hnliche Ger?t?

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Der Bildschirm-Inhalt eines Android-Smartphones l?sst sich auf den Sero übertragen

Foto: christian lohse

Samsung richtet sich nach eigenen Angaben an eine relativ junge Zielgruppe, die sehr stark soziale Medien nutzt und diese tagsüber auf dem Handy konsumiert. Fans von Snapchat, Instagram, YouTube …

Wie kommen die Inhalte vom Smartphone auf den Fernseher? Am besten gelingt das, wenn man ein Samsung-Galaxy-Smartphone (mindestens Android 8.1) verwendet. Dann genügt es, den Rahmen des Sero anzutippen, um eine Smart-View-Verbindung zwischen den Ger?ten herzustellen.

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über ein Bedienmenü k?nnen Apps und Einstellungen des Fernsehers aufgerufen werden

Foto: christian lohse

Nun spiegelt der Fernseher die Inhalte des Smartphones. Der Clou: H?lt man das Handy hochkant, bleibt auch der Sero in dieser Position. Kippt man das Smartphone jedoch ins Querformat, rotiert der Sero seinen Bildschirm ebenfalls. Dazu ist aber auf dem Handy die aktuelle Android-Version 10 n?tig.

Auch Android-Handys anderer Hersteller lassen sich mit dem Sero verbinden (per Miracast). Der Nachteil: Der Dreh-Trick mit dem Bildschirm funktioniert nicht. Wenn man das Handy ins Querformat dreht, kippt zwar auch das Bild auf dem Sero, aber der Bildschirm muss zus?tzlich per Fernbedienung ins Querformat bewegt werden.

Betrachtet man Handy-Inhalte in der Hochkant-Position, entspricht die H?he des Sero-Bildschirms (ca. 95 cm) laut Samsung der H?he eines 75-Zoll-Fernsehers im Querformat. Die Darstellung ist gro? genug, um Texte oder Untertitel auch aus Sofa-Distanz lesen zu k?nnen.

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Der Sero folgt der Bewegung eines Galaxy-Smartphones, wenn man es kippt

Foto: christian lohse

Allerdings ist es gew?hnungsbedürftig, mit dem Finger auf dem Smartphone durch eine Timeline zu wischen, w?hrend man gleichzeitig auf den Fernseher schaut. Sinnvoller erscheint die Funktion, wenn man gemeinsam mit der Familie oder Freunden die neuesten Hochkant-Videos auf dem TV anschauen will.

übrigens: Auch von einem iPhone lie?en sich Inhalte auf den Sero werfen, mithilfe von Airplay. Das war uns allerdings nur im Querformat m?glich, die vertikale übertragung wird von Airplay bislang nicht unterstützt.

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Im Standfu? hat Samsung vier Lautsprecher und eine Bassmembran untergebracht

Foto: christian lohse

W?hrend Inhalte von Smartphone-Apps etwas grobk?rnig dargestellt werden, hinterl?sst die Bildqualit?t in der TV-Ansicht einen guten Eindruck: starke Kontraste und kr?ftige, saftige Farben, die nicht überdreht wirken.

Mit vier Lautsprechern und einer Bassmembrane in seinem Standfu? sorgt der Sero au?erdem für recht satten Sound mit gutem r?umlichen Klangeindruck.

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BILD-Reporter Sven Stein testete Samsungs The Sero

Foto: Christian Lohse

Fazit: Dreht lustig, aber teuer

Das lustige Bildschirmdrehen des Sero ist ein Hingucker, so richtig Spa? macht es aber nur mit einem Galaxy-Smartphone. Mit anderen Modellen funktioniert der Wechsel zwischen Hoch- und Querformat nur eingeschr?nkt – und das ist natürlich nur der halbe Spa?.

Als Fernseher kann der Sero mit guter Bild- und Tonqualit?t überzeugen – aber mit seinem Preis von etwa 1600 Euro ist er doppelt so teuer wie vergleichbar gro?e QLED-TV-Modelle von Samsung der aktuellsten Generation. Aber die k?nnen eben ihren Bildschirm nicht verdrehen …

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